Handytarife - aktuelle Konditionen und Entwicklungen
Viele Verbraucher stehen bei der Auswahl des passenden Handytarifs vor der sprichwörtlichen Qual der Wahl, denn der Begriff des Tarifdschungels hat durchaus seine Berechtigung.
Zunächst sollten einige grundlegende Fragen geklärt werden. Wie oft wird mit dem Handy telefoniert? Sollen größere Datenmengen (Internet) übertragen werden? Möchte man eine monatliche Grundgebühr zahlen? Ist ein passendes Handy schon vorhanden? Das sind nur einige Aspekte, die die Tarifauswahl beeinflussen können.
Die „klassischen“ Handy Tarife (mit Handy) für den „Durchschnittstelefonierer“ beinhaltet meistens eine einmalige Anschlussgebühr um die 25,- €. Die monatliche Grundgebühr kann dabei mit 8,50 € (O2; Inklusive 100) bis zu 20,- € (e-plus; 250 Web Edition) schon recht unterschiedlich ausfallen. Noch gravierender sind die Unterschiede bei den Minutenpreisen. Kostet beispielsweise eine Minute ins deutsche Festnetz bei T-Mobile 240 ganze 29 Cent, so werden beim Tarif „one“ von O2 nur 15 Cent fällig. Die Preise für Textnachrichten (SMS) und MMS bis 300 kB haben sich dagegen bei nahezu allen Anbietern bei etwa 39 Cent eingependelt.
Für das mobile Internet lohnt sich dagegen oftmals eine Flatrate, die monatsweise (1 & 1) oder für einzelne Tage (Bildmobil, fonic) angeboten werden. Die Geschwindigkeit liegt fast einheitlich bei 7.200 kBit/s (HSDPA), aber auch hier gibt es unter den Anbietern teils beachtliche Abweichungen. Während die günstigsten Flatrates bereits für 0,- € Grundgebühr und ohne Mindestlaufzeit zu haben sind (klarmobil; Internet-Flat 500), so bietet beispielsweise MoobiAir die gleichen Geschwindigkeiten für 25,- € Einrichtungsgebühr und 24 Monate Laufzeit an. Unterm Strich können dann – je nach Tarif- und Providerauswahl – monatliche Gesamtkosten von 9,95 € (klarmobil) oder 19,95 € (simply) stehen.
Dabei muss auch zwischen einer zeitabhängigen (T-Mobile, O2, callmobile) und einer volumenabhängigen (e-plus, Tchibo, klarmobil) Abrechnung unterschieden werden. Apropos Abrechnung: Auch ein Blick auf die jeweilige Taktung des Tarifs kann sich lohnen, da einige Anbieter sekundengenau berechnen (e-plus, O2), bei anderen Providern wird immer eine volle Minute zu Grunde gelegt (Vodafone, T-Mobile).
Falls viele der zukünftigen Gesprächspartner über den gleichen Anbieter kommunizieren, kann es vorteilhaft sein, wenn man sich hier mit einreiht, den auch kostenlose netzinterne Verbindungen sind bei vielen Providern mittlerweile Usus (z.B. Vodafone).
In jedem Fall sollte man die Entscheidung nicht dem Zufall überlassen und sich durch einen der zahlreichen Tarifrechner im Internet zumindest auf den richtigen Weg bringen lassen.